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10.12.2020

Ein Klub für den Nachwuchs

Hechingen · Die Kicker-Krise (3)
von Tobias Zug
Mössingens früherer Abteilungsleiter Marc Schuster hat den SC Concordia Zollern mitgegründet – ein Verein, der nur Jugendkicker ausbilden will.
Nachdem Marc Schuster im Juni als Sportlicher Leiter der Nachwuchsteams bei der TSG Balingen aufgehört hatte, nahm er sich erstmal Zeit. Zeit, um über den Jugendfußball in der Region nachzudenken. „Erschreckend“ nennt er da beispielsweise die Entwicklung im Nachbarbezirk Zollern, wo der früher in Gomaringen wohnende Reutlinger mittlerweile verortet ist: In der aktuell abgebrochenen Saison gibt es dort in der A-Jugend nur eine einzige Staffel mit 11 Mannschaften, im ganzen Bezirk nahmen in der Saison 2019/2020 bereits lediglich 14 A-Jugend-Mannschaften am Spielbetrieb teil. „Aber gleichzeitig gibt es 93 Fußballvereine, da stimmt die Relation nicht“, sagt Schuster.
Der ehemalige Jugendtrainer und Abteilungsleiter der Spvgg Mössingen hatte eine Idee und erstellte ein Konzept, um diese Probleme im Nachwuchsfußball anzugehen: Einen Fußballverein, der sich ausschließlich um den Nachwuchsfußball kümmert, der keine Aktiven-Mannschaft stellt, der sich als Dienstleister der regionalen Fußballvereine sieht, vorwiegend im Altkreis Hechingen.
Im Oktober gründete er mit sieben Mitstreitern den SC Concordia Zollern, fast alles ehemalige Trainer und Funktionäre der TSG Balingen Schuster ist Erster Vorsitzender, als Sitz des Vereins ist in der Satzung Hechingen eingetragen. Derzeit laufen noch die bürokratischen Mühlen, die Eingangsunterlagen sind mittlerweile beim Vereinsregister in Stuttgart. Ziel sei es, in der kommenden Saison 2021/22 erstmals mit Jugendmannschaften in den Spielbetrieb zu gehen. „Aber wegen der Pandemie ist aktuell ja nichts planbar“, sagt Schuster.

Kooperationspartner gesucht

Der Klub hat dabei zu Beginn speziell die Altersklassen ab der C-Jugend im Auge, also Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren aufwärts. Schuster: „Da wird es langsam kritisch, in den jüngsten Altersklassen haben die meisten Vereine noch genügend Spieler.“ Da die meisten Vereine in den höheren Altersklassen keine Mannschaften mehr stellen können, oft selbst in Spielgemeinschaften nicht, könnten die verbliebenen Kicker beim SC Concordia unterkommen. Schuster nennt als Beispiel die hiesige SGM Eichenberg: Selbst diese aus sechs Gemeinden bestehende Spielgemeinschaft kann diese Saison keine A-Jugendmannschaft stellen. Im neuen Konstrukt wäre es beispielsweise möglich, dass die an der Bezirksgrenze liegenden Spieler diese Saison beim Zollern-Club überbrücken, wo sie von lizenzierten Trainern trainiert werden. „Von der Entfernung her würde das Sinn machen“, sagt Schuster, „die Spieler hätten die Möglichkeit zum Zwecke der Ausbildung zu uns kommen. Entscheidend ist jedoch, dass die Vereine der Spieler überhaupt ein Interesse an einer Kooperation mit der Concordia haben.“ Die Spieler bleiben dabei Mitglieder in ihren Heimatvereinen, sollen nach ihrer Jugendzeit beim SC Concordia auch im Normalfall dahin wieder zurückkehren. „Wir haben praktisch nur ein Nutzungsrecht an den Spielern, sie bekommen ein Spielrecht bei uns“, erläutert Schuster. Die Infrastruktur, die Fußballplätze und Trainingsmöglichkeiten, sollen die Kooperations-Vereine stellen. „Wir sind jetzt bereits in guten Gesprächen“, sagt Schuster. Auch Trainer sollen bereits angefragt und ihr Interesse an einer Mitarbeit bekundet haben. „Das Projekt soll zunächst einmal wachsen“, sagt Schuster, der diese als Erfolg bezeichnet, „wenn der Verein sich etabliert hat und von den anderen Vereinen als zuverlässiger und seriöser Partner wahrgenommen wird.“



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